E-Mail Marketing Flows

E-Mail Marketing und SMS Flows sind etwas ganz Fundamentales im E-Commerce. Es geht im Wesentlichen darum: Wie macht man aus Erstkäufern, die man typischerweise über Paid Media holt (Facebook, Google, Instagram Werbung) langfristige Kunden? Und das insbesondere ohne zusätzliche Werbekosten zu haben.

Logischerweise steigt die Gewinnmarge ziemlich stark an, wenn man den Kunden erst über Paid Werbung einkauft und dann beim zweiten, dritten, vierten Kauf über E-Mail Marketing oder SMS-Marketing re-aktiviert. In der Tat machen Online Shops 20-30% mehr Umsatz, wenn sie E-Mail Marketing richtig einsetzen.

Dabei können E-Mail Marketing und SMS Kampagnen Hand in Hand zusammenarbeiten, um eine nahtlose Kommunikation für Ihre Kunden zu schaffen. Denn während bestimmte Inhalte am besten per E-Mail Marketing übermittelt werden, sind viele Marketingbotschaften effektiver, wenn sie per SMS verschickt werden. Was sind also die drei aus unserer Sicht wichtigsten Automationen?

1. Abandoned Checkout / Abandoned Cart

Ein Kaufabbruch (Abandoned Checkout) liegt vor, wenn ein Kunde einen oder mehrere Artikel in den Warenkorb legt, seine persönlichen Daten und Kreditkarteninformationen eingibt und sich dann entscheidet, den Kauf nicht abzuschließen. Zum Warenkorbabbruch (Abandoned Cart) kommt es, wenn ein Kunde an den Punkt gelangt, an dem er einen Artikel in den Warenkorb legt und dann – aus welchem Grund auch immer – beschließt, Ihre Website zu verlassen.

Wir empfehlen hier 2 bis sogar 5 E-Mails zu schicken. Logischerweise mit verschiedenen Zeitintervallen dazwischen und von verschiedenen Absendern. Hier ist eine Kombination aus SMS und E-Mail Marketing besonders wirksam. Unseren Berechnungen zufolge hat ein Kunde nach der ersten E-Mail die höchste Recovery-Chance. Demnach senden wir eine E-Mail und eine SMS gleichzeitig, um die maximale Opening Rate zu haben.

2. Review Flows in Kombination mit UGC

User Generated Content (UGC) ist für Paid Ads auf Social Media mit einer der wichtigsten Faktoren. Deshalb können Review-E-Mails, die Kunden dazu einladen Bewertungen abzugeben, eine hervorragende Chance sein, mehr UGC zu erhalten.

Wir setzten typischerweise mit Gutscheinen im Wert von CHF 100-200 relativ grosse Anreize, damit Kunden Videos und Bilder davon schicken, wie sie unsere Produkte anwenden. Wichtig dabei ist eine ganz klare Step-by-Step Anleitung zu erstellen und im besten Fall sogar Vorbild-Videos mitzuschicken, nach denen sich der Kunde richten kann. Erfahrungsgemäss erhält man dadurch vielen wertvollen Content und wie es bei Automationen so ist: Es funktioniert relativ automatisiert!

3. Welcome Series

Welcome Series sind ein mächtiges Instrument sowohl für Kunden als auch für Subscriber, die noch keine Kunden sind. Doch Achtung: In diesen Welcome Series sollten Sie auf keinen Fall zu sehr Sales-getriebenen Content bringen. Viel besser wirken

  • Blogposts
  • Story über die Brand
  • Background über die Gründer
  • USPs der Marke etc.


Versuchen Sie den Kunden über eine gewisse Zeit mit wertvollem Content zu begleiten. Behalten Sie dabei jedoch immer im Auge, dass es nicht unbedingt darum geht wie profitabel jede einzelne E-Mail ist, sondern dass jeder Klick zählt. Denn jeder Bestandskunde, der auf die E-Mail klickt, kommt wieder ins Ad-Retargeting von Facebook/Instagram sowie ins Google Display Retargeting. So schaffen Sie ein Ökosystem aus Brand Awareness und binden den Kunden an Ihre Marke.

Ihre ultimative 10 Punkte Checkliste für ein erfolgreiches E-Mail Marketing

Sie machen sich jetzt also an die Erstellung dieser drei wichtigsten E-Mail Marketing Automationen und wir geben Ihnen nochmals 10 Tipps als Checkliste an die Hand, die Sie unbedingt beachten sollten.

Checkliste E-Mail Marketing

Tipp Nr. 1: Persönliche Ansprache

Eine persönliche Ansprache in Ihrer E-Mail erhöht die Opening Rate, denn der Kunde fühlt sich ernst genommen und geschätzt.

Tipp Nr. 2: Absendernamen testen

Testen Sie unbedingt Ihren Absendernamen. Nutzen Sie den Namen Ihres Kundensupports sowie Ihren Firmennamen oder beides in Kombination.

Tipp Nr. 3: Verschiedene Betreffzeilen mit Emojis

Nutzen Sie Emojis in Ihrer Betreffzeile. Setzen Sie die Emojis vor dem Body Text ein oder nach dem Text – spielen Sie mit den Elementen in der Betreffzeile und kriegen Sie ein Gefühl dafür, was am besten bei Ihren Kunden ankommt. All das erhöht die Chance, dass Ihre E-Mail wirklich wahrgenommen wird.  

Tipp Nr. 4: Dedicated Sending Domains

Wir empfehlen in jedem Fall den SMS & E-Mail Marketing Provider Klayvio. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Dedicated Sending Domain eingerichtet haben – auch das erhöht die Opening Rate. Denn dadurch, dass Ihre Absenderadresse mit der Domain übereinstimmt, verbessern Sie die Zustellbarkeit Ihrer E-Mail in den Augen der Posteingangsanbieter

Tipp Nr. 5: Segmentieren Sie Ihre Audiences nach Engagement

Nutzen Sie 7-Days Open & Click / 30 Days Open & Click und hören Sie irgendwo zwischen 60 und 90 Tagen auf, die Audiences in Ihre E-Mail Marketing Flows hineinzunehmen.  

Tipp Nr. 6: Spam/Promotion Keywords vermeiden

Versuchen Sie Keywords rauszustreichen, die dazu führen könnten, dass Ihre E-Mails im Promotions Folder landen. Denn das verringert die Chance in der Inbox Ihrer Kunden zu landen. Solche Keywords könnten sein:

  • Gratis: kostenlos, Vergütung, Geschenk, Gewinn, gratis testen, kostenlos anmelden
  • Promotion: Angebot, bester Preis, Gutschein, Rabatt
  • Investition, Umsatz, Geld machen
  • Dringend: schnell, sofort, limitiertes Angebot, läuft bald ab
  • Verkauf: Ausverkauf, hier klicken, bestellen

Tipp Nr. 7: Plain Text E-Mails gegen HTML-Design

Testen Sie, was bei Ihren Kunden am besten wirkt. Plain Text-E-Mails sind weniger zeitaufwändig, leicht zu lesen und lenken nicht vom Wesentlichen ab. Sie fühlen sich ausserdem persönlicher an und vermitteln ein Gefühl von Exklusivität. Andererseits sind HTML-E-Mails aufmerksamkeitserregender, dynamischer und viel interaktiver. Sie können auch sehr gut personalisiert werden und haben ein professionelleres Erscheinungsbild.

Beide Formate haben also ihre Vorteile. Wir empfehlen eine Mischung aus beiden einzusetzen: Eine Plain Text E-Mail kann zum Beispiel sehr gut ankommen, insbesondere wenn sie vom Geschäftsführer direkt kommt oder von einem Schlüssel-Mitarbeiter. Und nicht vergessen: testen, testen, testen! Die Antworten liegen in Ihren Analytics Daten.

Tipp Nr. 8: E-Mail Versand zu Randzeiten

Die Frage nach dem optimalen Versandzeitpunkt für Ihre E-Mails scheint auf den ersten Blick schnell beantwortet: Sie möchten Ihre Kunden genau dann erreichen, wenn diese online sind. Die Herausforderung liegt jedoch darin, diesen individuellen Versandzeitpunkt bei vielen verschiedenen Empfängern mit unterschiedlichen Tagesabläufen und Gewohnheiten möglichst gut zu treffen.

Im B2C E-Commerce haben wir sehr gute Erfahrungen mit E-Mails gemacht, die um Mitternacht versendet wurden. Im B2B Commerce haben Sonntagnacht versendete E-Mails (zwischen 0 und 3 Uhr) die höchste Öffnungsrate dicht gefolgt von Freitag. Samstags versendete Mailings haben hingegen die niedrigste. Da B2B-Kampagnen oft während der Arbeitszeit gelesen werden, ist es sinnvoll eine E-Mail auch in den regulären Arbeitszeiten zu versenden.

Tipp Nr. 9: Kreieren Sie einen Spitzen-Footer

Nutzen Sie Social Media Icons, Review Integrationen oder USPs Ihres Shops im Footer. Verwenden Sie ausserdem immer den gleichen Footer. Das fördert die Brand Recognition und wirkt vertrauenswürdiger.

Tipp Nr. 10: Integration mit dem Facebook Ad Manager

Verbinden Sie Ihr E-Mail Marketing Automation System mit Facebook Ad Manager und retargeten Sie so die Audiences Ihrer Top-Engager konstant auf Social Media. Dadurch können Sie wiederholte Käufe fördern und bleiben bei Ihren Kunden immer präsent.

Beginnen Sie nun also mit Ihren ersten Automationen, halten Sie sich an unsere 10 Punkte Checkliste und nutzen Sie die Power von E-Mail Marketing für Ihren E-Commerce Erfolg! Und wenn Sie mehr erfahren möchten, kontaktieren Sie uns gerne für eine kostenlose Analyse Ihrer Werbeaccounts und lassen Sie sich das Potenzial Ihres Online Shops aufzeigen.

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