Performance Marketing R17

Das Internet hat die Art und Weise, wie Verbraucher Produkte entdecken und shoppen für immer verändert. Vor allem seit dem vergangenen Jahr hat E-Commerce lockdown-bedingt einen riesigen Aufschwung erlebt. Und somit hat sich natürlich auch die Art und Weise, wie Unternehmen werben und verkaufen, völlig gewandelt.

Heute können Werbetreibende rund um die Uhr Kampagnendaten sammeln und die Ergebnisse in Echtzeit messen, noch während sie entstehen. Während die Attribution in der Vergangenheit fast unmöglich war, ermöglicht die Datentransparenz es Marketern, ihre Kampagnen zu optimieren, damit sie besser performen. Und genau darum geht es beim Performance Marketing.

Was ist Performance Marketing?

Performance Marketing ist die Bezeichnung für Online Marketing Kampagnen, bei denen Werbetreibende für erzielte Ergebnisse wie Klicks oder Conversions bezahlen.

Im Gegensatz zu traditionellem und organischem Marketing wird Performance Marketing speziell dazu verwendet, Aktionen auszulösen, diese Aktionen zu verfolgen und zu messen und dabei den ROI jedes Assets, jeder Kampagne oder Aktivität zu ermitteln.

Während große Unternehmen Millionenbeträge für ihr Branding ausgeben können, müssen sich die meisten Unternehmen auf das Endergebnis konzentrieren, um profitabel zu bleiben. Performance Marketing gibt dem Werbetreibenden die Kontrolle in die Hand. Sie bestimmen die Aktion und zahlen nur, wenn diese Aktion abgeschlossen wurde – egal ob es sich um einen Verkauf, einen Lead oder einen Klick handelt.

Wie unterscheidet sich Performance Marketing von herkömmlichem Online Marketing?

Bei den meisten Formen der Werbung zahlt der Werbetreibende im Voraus eine Gebühr für die Werbefläche, unabhängig von der Leistung. Das kann bedeuten, dass Hunderte bis Tausende von CHF ausgegeben werden, ohne dass jemals eine Conversion zustande kommt. Beim Performance Marketing zahlen die Werbetreibenden nur für erfolgreiche Transaktionen.

Performance Marketing vs. Brand Marketing

In einem zunehmend gesättigten Markt ist es eine Herausforderung, sich von der Masse abzuheben, und gerade deshalb ist Ihre Markenbekanntheit so wichtig. Es gibt viele Möglichkeiten, die Markenbekanntheit zu steigern, z. B.

  • Social-Media-Kampagnen
  • Native Advertising
  • Content Marketing
  • uvm. 

Einige davon können sogar unter den Begriff Performance Marketing fallen, da sie messbar sind und Werbetreibende nur für bestimmte Aktionen zahlen. Sie können Ihre Markenbekanntheit zum Beispiel steigern, indem Sie Ihre Zielgruppen mit relevanten Top-of-Funnel-Inhalten konfrontieren, die deren Probleme ansprechen und Interesse wecken. Da die Ergebnisse dieser Kampagnen zugeordnet werden können, der Werbetreibende ein bestimmtes Budget festlegt und nur nach Konversionsziel zahlt, handelt es sich bei einer solchen Brand Awareness Kampagne auch um eine Form des Performance-Marketings.

Performance Marketing vs. Affiliate-Marketing

Das Affiliate-Marketing ist eine eindeutige Untergruppe des Performance-Marketings, da es sich ausschliesslich an Messwerten und Zielen orientiert. Beim Affiliate-Marketing erhält man eine Provision für die Online-Werbung für ein Produkt oder eine Dienstleistung eines anderen Unternehmens. Der Affiliate-Marketer wirbt im Namen des Händlers mit dem Ziel, Besucher, Klicks und Verkäufe auf die Website des Händlers zu lenken. Eine Vergütung erhält der Affiliate-Partner nur für durchgeführte Aktionen, wie Klicks, Konversionen oder Leads.

Performance Marketing vs. Programmatisches Marketing

Programmatisches Marketing ist eine automatisierte Methode zum Kauf von Werbeflächen, die auf die relevanteste Zielgruppe zum bestmöglichen Preis ausgerichtet ist. Programmatic Marketing wird zu einem wesentlichen Bestandteil des Performance Marketing, da es Werbetreibenden ermöglicht, bessere Platzierungen in großem Umfang zu kaufen und ihren ROI zu maximieren. Ein großer Vorteil von Programmatic ist das detaillierte Reporting und die Analyse, was bedeutet, dass Werbetreibende die Leistung von Programmatic Ads untersuchen und gezielt optimieren können.

Wie misst man Performance Marketing?

Ein wesentliches Element des Performance-Marketings ist der ROI (Return on Investment) – jede Aktivität und Aktion wird gemessen und anhand vordefinierter KPIs analysiert. Auf diese Weise kann die Leistung einer Kampagne verstanden und optimiert werden, um sie zu verbessern.

Ein messbarer ROI ist der Schlüssel zum erfolgreichen digitalen Marketing. Daher ist es wichtig, ihn regelmäßig zu verfolgen. Es gibt eine Vielzahl von Tools zur Leistungsoptimierung auf dem Markt. Doch egal für welches Sie sich entscheiden, geben Sie Ihren Kampagnen Zeit, Daten zu sammeln. Je mehr Daten Sie haben, desto tiefer sind Ihre Erkenntnisse und desto genauer und effektiver können Sie optimieren. Im Folgenden finden Sie einige der wichtigsten Kennzahlen und KPIs, die im Performance Marketing üblicherweise verwendet werden:

CPM (Cost Per Mille)

CPM steht für Cost Per Mille oder Cost Per Thousand und ist der Preis, den der Werbetreibende für 1000 Impressionen einer digitalen Anzeige zahlt. Mit anderen Worten, es ist der Preis für jede 1000-malige Einblendung einer Anzeige. Der CPM misst demnach nicht die von den Betrachtern durchgeführten Aktionen, sondern bestimmt nur den Preis für die Einblendung der Anzeige. Einige Performance-Marketer konzentrieren sich weniger auf den CPM sondern vielmehr auf Messgrößen, die eine konkrete, handlungsbezogene Bedeutung haben.

CPC (Cost per Click)

Cost Per Click bezeichnet den Preis, der für jeden Klick eines Betrachters auf eine Anzeige gezahlt wird. CPC ist ein besserer Indikator für das Engagement als CPM, da der Betrachter eine Handlung vorgenommen und tatsächlich auf die Anzeige geklickt hat. Ein höherer CPC bedeutet in der Regel, dass der Wert der Konversion höher ist. Eine Luxusautomarke könnte zum Beispiel einen höheren CPC festlegen und damit eine viel kleinere Zielgruppe potenzieller Kunden ansprechen, die wahrscheinlich ein teures Auto kaufen würden. Die Kosten für den Klick sind teurer, aber der potenzielle Ertrag ist auch viel höher.

CPA (Cost Per Action)

CPA steht für Kosten pro Aktion) und misst die Kampagnenleistung anhand einer bestimmten gewünschten Aktion, die die Zielgruppe ausführen soll, z. B.

  • Herunterladen eines E-Books
  • Anmeldung oder Abonnement
  • Kauf eines Artikels
  • App Download
  • oder eine andere Aktion


Im Performance Marketing gilt die von potenziellen Kunden durchgeführte Aktion als wichtigstes greifbares und messbares Ergebnis, daher ist der CPA auch eine der wichtigsten und beliebtesten Kennzahlen.

LTV (Lifetime Value)

Diese Kennzahl konzentriert sich auf den voraussichtlichen „Lifetime Value“ eines einzelnen Kunden während seiner gesamten Beziehung zur Marke oder zum Unternehmen. LTV schätzt die voraussichtlichen Ausgaben der akquirierten Kunden auf der Grundlage ihrer fortlaufenden Aktivitäten, wobei fortschrittliche Methoden wie die prädiktive Analytik zum Einsatz kommen. Dank immer ausgefeilterer Messmöglichkeiten wird der LTV schnell zu einer beliebten Kennzahl, da er Marketern hilft, ihre Gesamtstrategien mit dem Ziel einer Steigerung des ROI zu planen.

Arten von Performance Marketing

Performance Marketing hat sich im Laufe der Zeit dank neuer Technologien und veränderter Verbraucherverhaltensweisen weiterentwickelt. In der heutigen leistungsorientierten Welt des digitalen Marketings geht es darum, die richtigen Personen auf dem richtigen Gerät zur richtigen Zeit zu erreichen. Die verfügbaren Tools und Targeting-Optionen haben sich erheblich entfaltet und bieten Performance Marketern mehr Möglichkeiten als je zuvor, um leistungsstarke Kampagnen für verschiedene Zielgruppen und unterschiedliche Ziele zu erstellen.

Suchmaschinenmarketing (SEM)

SEM, oder Suchmaschinenmarketing, ist ein wichtiger Teil des Performance Marketings und definitiv die Zeit und Investition wert. SEM ist die Platzierung von bezahlten Anzeigen auf den Suchmaschinenergebnisseiten (SERPs) von Google oder etwa

. Es ist sehr effektiv, da es den Nutzer mit zielgerichteten Anzeigen konfrontiert, die sich auf das Produkt oder die Dienstleistung beziehen, nach der er sucht. Und zwar in dem Moment, in dem die Absicht hoch ist und die Chance groß ist, seine Aufmerksamkeit und sein Interesse zu wecken.

Native Advertising

Eine weitere Performance-Marketing-Taktik, die sich immer mehr durchsetzt, ist Native Advertising, zum Beispiel auf Social Media Plattformen. Native Ads sind effektiver als Display Ads, da sie nicht wie Werbung aussehen und somit das Surferlebnis des Nutzers nicht stören. Vielmehr passen sie „nativ“ auf die Webseite, auf der sie erscheinen.

So bauen Sie Ihre Performance-Marketing-Strategie in 5 Schritten auf

Es gibt so viele verschiedene Arten von Performance-Marketing-Kanälen und -Kampagnen, dass es keine einheitliche Vorgehensweise gibt. Im Folgenden finden Sie jedoch die wichtigsten Schritte zum Aufbau einer Performance-Marketing-Strategie für jede Art und jedes Publikum. Nutzen Sie sie als Leitfaden, um Ihre Performance-Kampagne zum Erfolg zu führen.

Schritt 1: Legen Sie Ihr Kampagnenziel fest

Bevor Sie den Erfolg einer Kampagne messen können, ist es wichtig, die Ziele Ihrer Kampagne festzulegen. Ob es darum geht, Markenbewusstsein zu schaffen oder Produkte zu verkaufen, die Festlegung von Zielen vor dem Start ist die Grundlage des Performance-Marketings.

Bei vielen Werbeplattformen wie etwa LinkedIn Ads, Instagram for Business etc. müssen Sie Ziele festlegen, bevor Sie Anzeigen erstellen oder Kampagnen einrichten. Ihre Kampagnenziele bestimmen, wo Ihre Anzeigen angezeigt werden, wem sie gezeigt werden und andere Faktoren, die für den Erfolg entscheidend sind.

Die beliebtesten Ziele im digitalen Marketing sind:

  • Markenbekanntheit
  • Website-Traffic
  • Retargeting
  • Engagement
  • Lead-Generierung
  • Verkäufe


Sobald Sie Ihre Kampagnenziele festgelegt haben, können Sie mithilfe von Werbeplattformen wie dem Facebook Ad Manager Kampagnen erstellen, die auf diese spezifischen Ziele ausgerichtet sind.

Schritt 2: Wählen Sie Ihre digitalen Kanäle

Beim Performance Marketing ist es ratsam, die von Ihnen genutzten Kanäle zu diversifizieren, anstatt sich ausschließlich auf einen Kanal zu konzentrieren. Dies trägt dazu bei, die Reichweite der Kampagne zu erhöhen und die Erfolgschancen zu steigern. Ob Affiliate-Marketing, Native Advertising oder Social-Media-Plattformen – suchen Sie nach Kanälen, die auf Ihren Konversionstyp spezialisiert sind und auf denen Sie Ihr Zielpublikum am ehesten finden.

Durch die Diversifizierung in verschiedenen sozialen Netzwerken oder die Ausweitung von einfachen Display-Anzeigen auf Native Advertising können Sie Ihre potenzielle Reichweite massiv erhöhen und Ihre Performance-Kampagnen einem viel breiteren Publikum zugänglich machen.

Schritt 3: Erstellen und Starten der Kampagne

Ein großer Teil des Performance-Marketings besteht darin, Kampagnen zu erstellen – die Zielgruppe zu identifizieren, ihre Probleme und Wünsche zu verstehen und Anzeigen und Botschaften so zu gestalten, dass sie die Bedürfnisse der Verbraucher ansprechen und ihre Aufmerksamkeit erregen. Je besser Sie Ihre Zielgruppe verstehen und wissen, wie das Produkt oder die Dienstleistung sie ansprechen kann, desto einfacher wird es, die besten Anzeigentexte, das Design und die Planung zu erstellen. Und natürlich hängen auch die technischen Aspekte der Kampagnen, wie z. B. Anzeigengröße, Zeichenbegrenzung und zulässige Bilder, von der jeweiligen Plattform oder dem Kanal ab, den Sie nutzen.

Schritt 4: Messen und optimieren Sie Ihre Kampagne

Die eigentliche Arbeit beginnt nach dem Start. Performance-Kampagnen generieren Daten, sobald sie gestartet sind und laufen. Es ist Aufgabe des Vermarkters, die einzelnen Kampagnen für die Leistung zu optimieren, und zwar über alle genutzten Kanäle hinweg. Verfolgen Sie die Analysen und Metriken, um festzustellen, welche Traffic-Quellen die beste Leistung erbringen, und weisen Sie die Werbegelder entsprechend zu. Nutzen Sie Performance-Marketing-Kampagnen nicht nur zur Umsatzsteigerung, sondern auch zur Ermittlung der besten Kanäle, Zielgruppen und Kampagnenziele, um Ihre Kapitalrendite zu erhöhen.

Schritt 5: Umgang mit möglichen Fallstricken

Wie bei jeder Marketingkampagne gibt es auch beim Performance Marketing einige potenzielle Herausforderungen und Fallstricke, die auftreten können. Dazu können gehören:

  • Probleme mit der Einhaltung von Vorschriften
  • Datenschutzbestimmungen
  • Klickbetrug und Bot-Traffic
  • Betrug durch Publisher und Transparenz bei der Platzierung


Eine Möglichkeit, potenzielle Probleme von vornherein zu reduzieren, besteht darin, Ihre Ressourcen auf qualitativ hochwertige Werbenetzwerke und -plattformen zu konzentrieren, wo Themen wie Markensicherheit und Datenschutz verantwortungsvoll und zuverlässig behandelt werden.

So bauen Sie Ihre Performance-Marketing-Strategie in 5 Schritten auf

Native Advertising ist das perfekte Beispiel für Performance Marketing – Werbetreibende erstellen Werbekampagnen für ein bestimmtes Konversionsziel und zahlen nur für Klicks oder andere Konversionsaktionen. Vergleichen Sie dies mit einer Fernsehwerbung, die für einen bestimmten Zeitraum und in einer bestimmten Häufigkeit geschaltet wird, bei der es jedoch keine Garantie dafür gibt, wie viele Verbraucher sie sehen oder darauf reagieren.

Dies bringt die Vorteile des Performance Marketing auf den Punkt. Performance Marketing konzentriert sich auf Tracking und Attribution, was den Vermarktern viel mehr Kontrolle über ihr Budget und ihren ROI gibt.

Aus diesen 3 Gründen ist Performance Marketing das neue Marketing

  1. Einfache Nachverfolgung der Leistung:

Performance-Marketing-Kampagnen werden mit dem ausdrücklichen Ziel der Nachverfolgung und Messung eingerichtet. Mit Hilfe verschiedener Datenanalyse-Tools, die speziell für Performance Marketer entwickelt wurden, ist es einfach, den Finger am Puls der Performance-Kampagnen zu haben und sie anzupassen, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

  1. Geringes Risiko:

Marketer wissen in jeder Phase genau, was mit ihren Performance-Kampagnen passiert. Dadurch sind sie in einer viel besseren Position, um sie zu optimieren und das Risiko zu verringern, wann immer es nötig ist. Außerdem sind bei geringerem Risiko kürzere Einführungszeiten möglich. Kein lästiges Warten auf Genehmigungen mehr.

  1. ROI-fokussiert:

Performance Marketing orientiert sich am ROI, d. h. der Fokus liegt immer auf dem Endziel der Leistungsverbesserung. So wird sichergestellt, dass Performance-Kampagnen kontinuierlich zu besseren Ergebnissen führen, was die Marke in allen Bereichen stärkt und zu mehr Leads und Verkäufen beiträgt.

FAZIT: Beim Performance Marketing steht Ihr ROI im Mittelpunkt

Mit Performance Marketing Kampagnen können Sie alles messen: von der Markenbekanntheit bis zur Konversionsrate – und das hinuntergebrochen bis hin zu jeder einzelnen Anzeige. Da Werbung immer transparenter wird, suchen Werbetreibende nach Online Marketing Strategien mit nachgewiesenem ROI, die über das Branding hinausgehen.

Performance Marketing wurde aus diesem Bedürfnis heraus geboren und wird mit der Zeit immer ausgefeilter und fortschrittlicher. Durch den Einsatz einer guten Performane Marketing Agentur können Sie sich weiterhin auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren und das tun, was Sie am besten können, während sich ein Expertenteam um den gesamten Werbeprozess sowie Reporting, Analyse und Optimierung für Sie kümmert.

Kontaktieren Sie uns noch heute für eine kostenlose Analyse Ihrer Werbeaccounts und lassen Sie sich das Potenzial Ihres Online Business aufzeigen.

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